Titel: Bitcoin-Negativ-Szenario: Kiss of Death und dann runter auf 10.000$?

Nach dem Horror-Jahr 2022 hat Bitcoin in diesem Jahr bisher erhebliche charttechnische Fortschritte gemacht. Die runde Marke von 20.000$ konnte zurückerobert werden, sowohl der 200-Tage- als auch der 200-Wochen-Trend wurden überwunden und der Kurs hat es sich mittlerweile auch wieder oberhalb des Bullmarket-Support-Bands gemütlich gemacht, welches sich aus dem exponentiellen 21-Wochen- und dem einfachen 20-Wochen-Trend herausbildet. Zudem konnte der Kurs aus dem langfristigen Abwärtstrend ausbrechen, der seit Ende 2021 im Spiel war.

Der Übergang in einen neuen, langfristigen Aufwärtstrend scheint also zum Greifen nahe zu sein und im Grunde befindet sich der Chart bereits seit einigen Wochen „auf der anderen Seite“. Ein paar letzte Sorgenkinder gibt es aber durchaus noch.

Zum Ende dieses Monats rückt besonders der exponentielle 21-Monats-Trend in den Vordergrund. Der Bitcoin-Kurs hatte diesen Trend zuletzt im Frühsommer 2022 eingebüßt und war damit endgültig in einen Bärenmarkt abgetaucht. Mit dem Übergang der Monatskerzen zwischen März und April konnte jedoch auch dieser Trend wieder überwunden werden.

In der Vergangenheit war auch dieser Ausbruch stets ein Signal für den nächsten langfristigen Aufwärtstrend innerhalb der übergeordneten Bitcoin-Zyklen. Daher wird eine Bestätigung des Ausbruchs über diesen Trend mit der sich nun schließenden April-Monatskerze essenziell.

Worstcase-Szenario: Kiss of Death

Der exponentielle 21-Monats-Trend hat jedoch eine Besonderheit. Er spielt eine entscheidende Rolle innerhalb des charttechnischen Bildes eines sogenannten „Kiss of Death“. Die Regeln für ein Kiss of Death sind einfach:

  1. Der Kurs eines Assets muss nach einem Allzeithoch eine Monatskerze unterhalb seines exp. 21-Monats-Trends schließen.
  2. Danach muss ein Pullback bis zurück an den 21 EMA erfolgen – Das ist der „Kuss“ in dieser Metapher.
  3. Danach muss der Kurs an diesem Widerstand abprallen und unter den tiefsten Punkt rutschen, der vor dem Pullback erreicht wurde.

Der S&P 500 ist ein guter Vergleichschart, an dem man das Kiss of Death Szenario bereits oft beobachten konnte. In den 70ern, während der Dotcom-Bubble und im Zuge der Finanzkrise 2008 hat der S&P500 lupenreine Todesküsse gezeichnet. Auch 2022 hat es einen Kiss of Death im S&P 500 gegeben, dieser war allerdings deutlich „unordentlicher“ als die vorangegangenen Beispiele.

Ein potenzielles Kiss of Death Szenario könnte also ein letzter Spielverderber für den nächsten Bull-Cycle für Bitcoin werden, sollte die April-Monatskerze nicht oberhalb des 21 EMA geschlossen werden können. Wenn der Kurs am 21 EMA scheitert, dann rückt zunächst das bisherige Tief in der Zone zwischen 16.5k und 15.5k $ als Negativ-Szenario in den Fokus. Die runde Marke von 20.000$ dürfte ebenfalls als erheblicher Support eine Rolle spielen.

Sollte der Ausbruch über den 21 EMA jedoch wirklich nicht halten, wäre das ein Novum für Bitcoin und ein jahrelanges, zyklisches Chart-Pattern wäre damit gebrochen. Die angesprochene Zone zwischen 15.5k und 16.5k$ wäre damit – im Zweifel auf Höhe des weiteren Verlaufs des Abwärtstrends aus Ende 2021 bis Sommer 2023 ein Zielbereich. Sollte diese jedoch auch nicht als Support halten, sich das Kiss of Death Szenario tatsächlich ausspielen und wir ein neues Tief sehen, dann rückt leider durchaus die Marke von 10.000$ wieder in den Fokus.

Definitiv kein wünschenswertes Szenario. Die am Anfang angesprochenen, diversen positiven Chartsignale sprechen jedoch eher für ein positives Szenario und damit einen BTC-Kurs, der seinen langfristigen zyklischen Patterns treu bleibt – und den Ausbruch über den 21 EMA im Monthly bestätigen wird. Nichtsdestotrotz muss man sich auch der negativen Szenarien gewahr bleiben und sich mental darauf einrichten.

Investoren, die ihre Positionen halten wollen, sich jedoch vor den angesprochenen Szenarien fürchten, könnten überlegen, eine Short-Position als Absicherung einzugehen. Dies gestaltet sich jedoch aufgrund der Volatilität des Marktes ebenfalls als schwierig umsetzbar. Die verrückte gestrige Bitcoin-Tageskerze sagt dazu alles.

Ich persönlich bleibe investiert, selbst wenn sich das Worstcase-Szenario ausspielen sollte. Ich bleibe langfristig bullisch und bin überzeugt, dass spätestens um das Halving 2024 herum wieder deutlich positives Preis-Momentum eintreten wird. Investieren ist letzten Endes immer eine Frage der langfristigen Strategie und vor allem der Geduld.

Denkt immer langfristig!

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Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Sie ersetzen nicht die selbständige, sorgfältige Prüfung und eingehende Analyse des Investments (Due Diligence), sowohl in Bezug auf seine Chancen als auch auf seine Risiken und ihre persönliche Tragbarkeit. Die Informationen stellen ausdrücklich keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder anderen Anlageprodukten dar. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder. Weder der Autor noch decentralist.de haften für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die im Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels oder einem auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen getätigten Investment stehen.

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Disclaimer auf Deutsch: Der Krypto-Sektor jenseits von Bitcoin ist ein verdammtes Casino. Einzelne Coins können zwar komplett durch die Decke gehen, das Risiko eines Totalverlustes ist jedoch auch an der Tagesordnung. Altcoins haben in den meisten Fällen nichts mit Investments zu tun, sondern sind viel mehr reine Spekulation. Wenn ihr am Casino-Tisch Platz nehmt, dann macht ihr das auf eigene Gefahr. Ich zeige hier, wie ich im Krypto-Sektor unterwegs bin und welche Strategien ich benutze, weil ich das Thema liebe und gerne darüber spreche. Ihr könnt mit den Informationen machen, was ihr wollt, ihr seid erwachsen – eine Empfehlung von meiner Seite ist es definitiv nicht. Ich empfehle gar nichts, jeder Mensch sollte eigene, auf ausführlicher Recherche, gesundem Menschenverstand und individueller Risikoabwägung basierende Entscheidungen darüber treffen, was man mit seinem eigenen Geld machen möchte.