Marktanalyst: Ethereum könnte nach Start von Spot-ETFs auf 2.400 Dollar fallen

Ethereum könnte nach dem Start von Spot-Ether-ETFs auf bis zu 2.400 Dollar fallen, prognostiziert Andrew Kang, Mitgründer und Partner der auf Kryptowährungen spezialisierten Risikokapitalfirma Mechanism Capital. Zum Zeitpunkt des Schreibens wird Ether laut CoinGecko bei 3.410 Dollar gehandelt. Ein Rückgang auf 2.400 Dollar würde einen fast 30-prozentigen Kurssturz bedeuten.

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Geringes institutionelles Interesse an Ether

In einem Beitrag auf der Plattform X vom 23. Juni erklärte Kang, dass Ether im Gegensatz zu Bitcoin weniger institutionelles Interesse anzieht. Es gebe nur wenige Anreize, Spot-Ether in ETF-Form zu konvertieren, und die Netzwerkeinnahmen seien bisher wenig beeindruckend. „Wie viel Aufwärtspotenzial würde ein ETH-ETF bieten? Meiner Meinung nach nicht viel,“ so Kang. Er fügte hinzu: „Nach dem Start des ETFs erwarte ich einen Preis von 2.400 bis 3.000 USD.“

Diese Preisprognose könnte einen erheblichen Rückschlag für das Asset bedeuten, da Ether bereits im März über 4.000 USD erreicht hatte, als Bitcoin ein neues Allzeithoch von fast 61.000 USD erreichte. Kurz vor der Genehmigung der Ether-ETFs durch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hatte Ether erneut fast dieselbe Marke erreicht.

Begrenzte Zuflüsse in Ether-ETFs erwartet

Kang prognostiziert, dass die Zuflüsse in Spot-Ether-ETFs nur 15% der Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs ausmachen werden. Laut Schätzungen von Bloomberg-ETF-Analysten Eric Balchunas und James Seyffart liegt dieser Bereich zwischen 10 und 20%. Kang wies darauf hin, dass in den ersten sechs Monaten nur 5 Milliarden USD an neuen Mitteln in die Spot-Bitcoin-ETFs flossen, ohne umgewandelte Mittel zu berücksichtigen. Hochgerechnet auf Ethereum könnten die Spot-Ether-ETFs somit 840 Millionen USD an „echten“ Zuflüssen im gleichen Zeitraum verzeichnen.

Ethereum als überbewertete Tech-Aktie?

Ethereum wird oft als dezentrale Finanzabwicklungsschicht, Weltcomputer oder Web3-App-Store angepriesen. Dennoch argumentiert Kang, dass dies angesichts der Daten schwer zu verkaufen sei. In der Vergangenheit sah die Zukunft von Ethereum als Einnahmengenerator vielversprechender aus, insbesondere als die Gebühren durch DeFi und die letzte NFT-Welle in die Höhe getrieben wurden. Diese Entwicklung hat jedoch nicht angehalten, und nun könnte Ethereum wie eine überbewertete Tech-Aktie aussehen. „Mit einem annualisierten Umsatz von 1,5 Milliarden USD und einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von 300x, wie sollen Analysten diesen Preis rechtfertigen?“, fragt Kang.

Herausforderungen für institutionelle Investoren

Die überraschende Genehmigung der ETFs bedeutet auch, dass die Emittenten weniger Zeit haben, institutionelle Investoren zu überzeugen. Bitwise und VanEck sind unter den wenigen zugelassenen Ethereum-ETF-Antragstellern, die bereits Ethereum-bezogene Werbekampagnen gestartet haben. Kang meint jedoch, dass das Fehlen von Staking-Möglichkeiten in den vorgeschlagenen Spot-Ether-ETFs Investoren davon abhalten könnte, ihre Spot-Ether in ETF-Form zu konvertieren.

Abschließend räumte Kang ein, dass Finanzinstitute wie BlackRock begonnen haben, im Bereich der Tokenisierung realer Vermögenswerte auf Ethereum aktiv zu werden. Wie stark sich dies auf den Preis von Ether auswirken wird, bleibt jedoch abzuwarten.

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