Krypto-Markt-Update: Bitcoin charttechnisch schwer angeschlagen, Cardano Testnet „katastrophal“ kaputt

Bitcoin steht im heutigen Handel erheblich unter Druck und verzeichnet Verluste von über 5 Prozent. Mit diesem deutlichen Rutsch hat der Kurs schweren charttechnischen Schaden erhalten und ist unter die Marke von 22.000 Dollar abgetaucht.

Damit hat er erneut seinen 200-Wochen-Trend eingebüßt und ist zudem unter seinen Aufwärtstrend eingebrochen, den er seit Mitte Juni etablieren konnte. Damit hat sich der langfristige Abwärtstrend seit Ende 2021 vorerst als zu große charttechnische Hürde erwiesen, der gleichzeitig durch den 100-Tage-Trend als weitere Hürde geht, die ebenfalls nicht durchbrochen werden konnte.

Die Marke von 21.500 Dollar hat sich vorerst als charttechnische Unterstützung erwiesen. Durch den Verlust des Aufwärtschannels und des 200-Wochen-Trends als Unterstützung eröffnet sich nun jedoch die Gefahr für weitere Verluste. Die nächste maßgebliche Unterstützung liegt bei der runden Marke von 20.000 Dollar.

Auch Ethereum, welches aufgrund des anstehenden Merges derzeit das Zugpferd des Sektors ist, muss heute gut 5 Prozent einbüßen und ist wieder unter die Marke von 1800 Dollar gerutscht. Charttechnische Unterstützung konnte der Kurs jedoch vorerst auf dem Niveau von 1750 Dollar finden.

Auch die Aktienmärkte verlieren zum Ende der Woche wieder an Momentum, nachdem unter anderem die Inflationsdaten aus Europa die Stimmung getrübt haben. Es könnte sich damit ein Ende der derzeitigen Bärenmarktrally abzeichnen.

Was bewegt den Markt?

Inflation: Die gestern veröffentlichten Inflationsdaten für die Eurozone waren eine Ernüchterung für den Markt. Während die Inflationsentwicklung in den USA erste Anzeichen gibt, einen Peak erreicht zu haben, geht die Teuerung in Europa ungebremst voran. Mit einem Anstieg auf 8,9 Prozent gegenüber Vorjahr hat die Inflation in Europa den höchsten Stand seit der Einführung des Euro erreicht. Im Vormonat lag die Inflationsrate bei 8,6 Prozent. Vor allem die Energiepreise tragen zum starken Anstieg in der Eurozone bei. Diese erhöhten sich um 39,6 Prozent.

Damit rückt die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank in den Fokus, die während der letzten Zinssitzung zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt die Leitzinsen für den Euro erhöht hat. Die EZB hat anders als die US-Notenbank jedoch wesentlich weniger Spielraum für eine geldpolitische Straffung, da das vor allem die hochverschuldeten Mittelmeerländer in den Abgrund stürzen könnte. Zudem ist die wirtschaftliche Lage in der Eurozone aufgrund des Ukraine-Krieges und der drohenden Gas-Engpässe ohnehin düsterer als in den USA.

Mt.Gox: Im Krypto-Sektor spukt heute zudem wieder die Angst vor einem Abverkauf der BTC-Bestände von Mt.Gox herum. Die erste Bitcoin-Börse ist im Jahr 2014 insolvent gegangen, nachdem 850.000 Bitcoins durch einen Hacker-Angriff verloren gingen. Behörden konnten etwa 140.000 Bitcoin sicherstellen. Diese sollen im August an die betroffenen Kunden zurückgegeben werden.

Diese können dabei auswählen, ob sie die BTC direkt erhalten, oder in Form von Cash ausgezahlt werden. Das würde bedeuten, dass eine gewisse Menge der 140k BTC auf dem Markt verkauft werden müssten. Zwar ist unklar, wann und wie viele BTC genau auf den Markt gestoßen werden würden, jedoch wäre die Menge laut den Aussagen vieler Marktbeobachter nicht groß genug, um das tägliche Handelsvolumen von Bitcoin deutlich negativ zu beeinflussen und den Preis zu drücken.

Jedoch sind an den Finanzmärkten immer Emotionen im Spiel und allein das Narrativ dessen könnte derzeit viele Investoren dazu bringen, BTC abzustoßen, um sich vor dem erwarteten „Mt.Gox Dump“ zu schützen.

Cardano unter Druck

Mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen hat derzeit Cardano. Laut einem Twitter Thread eines der führenden Cardano-Entwickler Adam Dean hat das Testnet der Cardano-Blockchain, auf der die heiß erwartete Vasil Hardfork getestet wird, derzeit große Probleme. Das Testnet sei „katastrophal“ kaputt, nachdem in der neusten Version ein schwerwiegender Bug entdeckt wurde, heißt es.

Es kommt Kritik aus der Community, dass das Update zu schnell forciert wird und es deshalb aufgrund zu ungenauer Arbeit zu Fehlern gekommen ist. Die fehlerhafte Version sei zu schnell von den meisten Operatoren angenommen worden, ohne dass der entdeckte Bug entfernt werden kann. Das könnte nun im Endeffekt zu einer weiteren deutlichen Verzögerung der Entwicklung von Cardano führen.

Cardano steht heute deutlicher unter Druck als der Gesamtmarkt und notiert derzeit mehr als 12 Prozent im Minus. Seit dem Zwischenhoch von letzter Woche belaufen sich die Verluste auf über 20 Prozent.

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