Kraken-IPO: Diese Ankündigung enttäuscht Anleger

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Die Kryptobörse Kraken wird vorerst nicht an die Börse gehen. Die Muttergesellschaft Payward hat ihre Pläne für einen Börsengang (IPO) aufgrund der aktuell schwachen Marktbedingungen im Kryptosektor auf Eis gelegt.

Wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten, reagiert das Unternehmen damit auf die zuletzt deutlich eingetrübte Stimmung am Markt. Nach den Rekordständen von Bitcoin kam es zu einer Korrektur, die nicht nur die Bewertungen unter Druck setzte, sondern auch die Handelsaktivität spürbar dämpfte. Infolgedessen hat sich auch das Interesse institutioneller Investoren merklich abgekühlt.

Bereits im November hatte Payward vertraulich einen IPO-Antrag bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das Unternehmen bestätigte diesen Schritt, äußerte sich jedoch nicht näher zum aktuellen Stand des Verfahrens. Insider betonen, dass die Börsenpläne nicht vollständig verworfen wurden. Vielmehr wolle man den Prozess wieder aufnehmen, sobald sich die Marktbedingungen verbessern.

Kurz vor der Antragstellung hatte Payward noch eine umfangreiche Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt flossen 800 Millionen Dollar in das Unternehmen, was zu einer Bewertung von rund 20 Milliarden Dollar führte. Besonders hervorzuheben ist dabei eine Beteiligung von Citadel Securities in Höhe von 200 Millionen Dollar. Mit dem frischen Kapital verfolgt das Unternehmen unter anderem das Ziel, traditionelle Finanzmärkte stärker mit Blockchain-Technologien zu verknüpfen.

Der Schritt von Payward steht exemplarisch für eine breitere Entwicklung im Kryptosektor. Während das Jahr 2025 noch von einer starken IPO-Dynamik geprägt war – insgesamt konnten mindestens elf Unternehmen rund 14,6 Milliarden Dollar einsammeln – zeigt sich 2026 bislang deutlich verhaltener. Bisher gelang lediglich dem Verwahrer BitGo der Börsengang. Dessen Aktie hat seitdem allerdings rund 44 Prozent an Wert verloren, was die Zurückhaltung weiterer Unternehmen zusätzlich verstärkt.

Vor diesem Hintergrund dürfte sich die Warteschlange potenzieller Börsenkandidaten im Kryptobereich weiter verlängern. Viele Unternehmen scheinen aktuell abzuwarten, bis sich die Marktbedingungen stabilisieren und wieder eine höhere Nachfrage seitens der Investoren entsteht.

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