Arthur Hayes: So werden die Fed und die BoJ Bitcoin auf 1.000.000$ treiben

Arthur Hayes, Mitbegründer von BitMEX, prophezeit einen drastischen Anstieg des Bitcoin-Preises auf eine Million Dollar. Die treibenden Kräfte hinter dieser Entwicklung sieht er in den Maßnahmen der Federal Reserve und der Bank of Japan (BOJ), wenn beide Zentralbanken „den einfachen Knopf“ drücken, um die schwächelnde Währung Japans zu stützen.

Einfluss des Dollar-Yen-Wechselkurses

In einem am Montag veröffentlichten Essay argumentiert Hayes, dass der Dollar-Yen-Wechselkurs derzeit die wichtigste globale wirtschaftliche Variable sei, da er das Potenzial habe, Zentralbanken weltweit zu beeinflussen und die globale Geldmenge erheblich zu erhöhen. Der Ursprung dieser Problematik liege jedoch in China, das am meisten unter dem aktuellen Abwertungstrend des Yen zu leiden habe.

„Wenn der Wechselkurs zwischen dem chinesischen Yuan (CNY) und dem japanischen Yen (JPY) steigt (schwächerer Yen gegenüber stärkerem Yuan), leidet die Exportwettbewerbsfähigkeit Chinas“, schreibt Hayes. „Wenn der Yen weiter schwächelt, wird China mit einer Abwertung des Yuan reagieren.“

Wettbewerbsdruck und wirtschaftliche Konsequenzen

Da Chinas lokale Güter in der Landeswährung bewertet werden, ist eine inflationsgetriebene Währung gut für Länder, die auf Exporte angewiesen sind. Japan ist Chinas größter Konkurrent im Automobil-Exportmarkt. Mit einem zunehmend billigeren Yen wird es für China schwer, preislich mitzuhalten. Hayes erwartet, dass die Bank of China die USA unter Druck setzen wird, Japan zu einer Stärkung des Yen zu bewegen. Dennoch schreibt er, dass die BOJ Schwierigkeiten haben wird, ihre Währung durch traditionelle Methoden wie Zinserhöhungen zu stärken.

„Die BOJ würde schneller zusammenbrechen als Sam Bankman-Fried auf dem Zeugenstand, wenn sie die Zinsen erhöhen würden“, so Hayes. Eine solche Maßnahme würde den Wert japanischer Staatsanleihen, von denen 50 % im Besitz der Zentralbank sind, drastisch mindern. Um den Zusammenbruch der Anleihen zu verhindern, müsste die BOJ lokale Banken und Pensionsfonds zwingen, die Schulden des Staates zu kaufen. Die Finanzierung dieses Kaufs würde jedoch den Verkauf von US-Staatsanleihen und -Aktien erfordern, was den amerikanischen Interessen zuwiderlaufen würde.

Die Lösung: „Der einfache Knopf“

Hayes schlussfolgert, dass die BOJ anstelle von Zinserhöhungen auf den „einfachen Knopf“ zurückgreifen muss: eine unbegrenzte US-Dollar-Swap-Linie. Durch diese können die BOJ und die Federal Reserve Yen gegen Dollar zu einem festgelegten Kurs tauschen. Da die BOJ mehr Yen drucken kann, sind die Kosten für die Gewinnung von mehr Dollar effektiv null. Diese Dollar könnten dann verwendet werden, um den Yen zu kaufen, was Japans Währung stärkt und gleichzeitig den Dollar schwächt.

Dieses Szenario wäre für alle Beteiligten ein Gewinn: China behält eine schwächere Währung als Japan, die BOJ bleibt zahlungsfähig und der Dollar wird durch die offenen Marktkäufe des Yen geschwächt. Ein Umfeld mit umfangreichem Gelddruck treibt auch den Bitcoin-Preis nach oben, so Hayes.

„Wenn etwas gegen den schwachen Yen unternommen wird, werde ich mathematisch schätzen, wie die Zuflüsse in den Bitcoin-Komplex den Preis auf eine Million Dollar und möglicherweise darüber hinaus steigern werden“, schrieb der Investor.

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