In dieser Ausgabe
Blick auf die Charts:
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Bitcoin
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Gold
Blick auf das Makro-Bild:
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Fed Zinsentscheid
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Clarity Act nimmt erste Hürde
Learnings/Empfehlungen:
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Kommt die Gold – Bitcoin Rotation?
Blick auf die Charts
Bitcoin weiter unter Druck
Das Bitcoin-Chartbild bleibt weiter angeschlagen, nachdem in den letzten Handelsstunden eine weitere scharfe Korrektur nach unten eingesetzt hat. Innerhalb von weniger als 48 Stunden wurden etwa 200 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet, begleitet von der bislang größten Liquidationswelle des Jahres mit rund 1,8 Milliarden Dollar, die überwiegend Long-Positionen betraf.

Gleichzeitig kam es auch an den US-Finanzmärkten zu massiven Verlusten von über 5 Billionen Dollar, sodass nicht nur Kryptowährungen, sondern auch Aktien und Edelmetalle stark unter Druck gerieten. Trotz eigentlich positiver makroökonomischer Rahmenbedingungen, wie regulatorischer Klarheit und politischer Stabilisierung, fiel der Markt deutlich, was bei vielen Beobachtern den Eindruck einer gezielten Marktbereinigung zur Auslösung von Liquidationen verstärkt hat.
Bitcoin rutschte in diesem Umfeld auf ein Neun-Monats-Tief von rund 81.000 Dollar und hat damit seit seinem Allzeithoch etwa 35 Prozent an Wert verloren. In nur 24 Stunden wurden rund 270.000 Händler liquidiert, vor allem aufgrund stark gehebelter Positionen. Als zusätzliche Belastungsfaktoren wirkten geopolitische Spannungen im Nahen Osten, neue Zollandrohungen der US-Regierung sowie schwache Geschäftszahlen großer Tech-Konzerne wie Microsoft, die Sorgen über eine Abkühlung im KI-Sektor verstärken.
Analysen zeigen jedoch, dass der Kursrückgang vor allem durch den Abbau von Futures-Positionen und erzwungene Verkäufe getrieben wurde, während der Spotmarkt vergleichsweise stabil bleibt. Das extrem hohe Verkaufsvolumen innerhalb kurzer Zeit deutet auf Zwangsliquidationen hin, nicht auf einen fundamentalen Vertrauensverlust. Technisch bewegt sich Bitcoin weiterhin in einer seit Monaten bestehenden Handelsspanne, wobei die Unterstützungszone um 80.000 bis 84.000 Dollar nun entscheidend ist. Viele Analysten werten die Entwicklung daher als scharfe, aber typische Korrekturphase innerhalb eines übergeordneten Marktzyklus und nicht als Beginn eines langfristigen Bärenmarkts.
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