In dieser Ausgabe
Blick auf die Charts:
-
Bitcoin
-
Altcoins
-
Dollar
Blick auf das Makro-Bild:
-
Jackson Hole
-
Geldmarktfonds
-
China
Learnings:
-
Die großen Fische bleiben weiterhin verhalten
Blick auf die Charts
Bitcoin
Der Bitcoin-Kurs hat jüngst den 50-Tage-Trend und damit sein unmittelbares bullisches Momentum eingebüßt, konnte jedoch die Marke von 112.000 Dollar als Support halten. Dennoch scheint ein Ausflug an das Bullmarket-Supportband mit dem jüngsten Trendbruch nun wahrscheinlicher zu werden.

Der entscheidende Test für den Bitcoin-4-Jahres-Zyklus rückt näher
Der traditionelle 4-Jahres-Zyklus von Bitcoin steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Bisher diente dieses Modell, das auf den Halvings und wiederkehrenden Mustern basiert, vielen Tradern als Orientierung für Bullen- und Bärenmärkte. Doch die Marktbedingungen haben sich in den Jahren 2024 und 2025 deutlich verändert. Seit der Einführung von Spot-Bitcoin-ETFs Anfang 2024 fließt massives Kapital von Wall Street und Pensionsfonds in den Markt. Diese neue Dynamik sorgt für eine höhere Unvorhersehbarkeit, die frühere Zyklen in dieser Form nicht kannten. Manche Analysten argumentieren deshalb, dass das Halving-Modell an Aussagekraft verliert.

Andere wiederum halten an der Relevanz des Zyklus fest. So verweist etwa der Analyst Frank Fetter auf historische Daten und vergleicht die großen Bullenphasen: Von 2015 bis 2018 stieg Bitcoin um das 110-Fache innerhalb von 1.068 Tagen, zwischen 2018 und 2022 betrug das Plus das 21-Fache in 1.060 Tagen. Im aktuellen Zyklus seit 2022 liegt der Zuwachs bisher bei rund 7,3-fach in 997 Tagen. Daraus leitet Fetter ab, dass noch etwa 100 Tage bis zu einem möglichen Zyklus-Top verbleiben könnten.
Daraus ergeben sich zwei Szenarien: Entweder bestätigt sich das Muster und Bitcoin erreicht in den nächsten 100 Tagen ein Hoch, auf das eine Abkühlung folgt. Oder der Zyklus bricht, die Rallye hält länger an und deutet damit auf strukturelle Veränderungen im Markt hin – mit längeren Bullenmärkten, kürzeren Rücksetzern und einer wachsenden institutionellen Akzeptanz von Bitcoin. Das größte Argument dafür bleibt der verzögerte Liquiditätszyklus, da die Fed und auch die chinesische Zentralbank in Sachen lockerer Geldpolitik bisher nicht in die Vollen gegangen sind.
Analyst nennt wichtigen Bitcoin-Indikator am Anleihemarkt
Der Analyst Joao Wedson, Gründer von Alphractal, sieht den Bitcoin-Markt aktuell an einem potenziell interessanten Wendepunkt. Er verweist auf den…





