Krypto-Report: Bitcoin schwach, Aktienmärkte stark | Anleihemärkte bleiben Risikofaktor | Hyperliquid wird zum Makro-Play

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In dieser Ausgabe

Blick auf die Charts:


  • Bitcoin



  • Aktienmärkte



  • Anleihemärkte


Blick auf das Makro-Bild:


  • Geldpolitik – Wie viel Spielraum hat Kevin Warsh wirklich?



  • Clarity Act


Learnings/Empfehlungen:


  • Gold und S&P 500 auf 10.000 bis 2030?


Einzelwerte:


  • Hyperliquid – der aktuell einzige interessante Altcoin?


Blick auf die Charts

Bitcoin – kein gutes Makroumfeld für die Kryptowährung

Bitcoin bleibt im aktuellen Marktumfeld weiterhin stark von makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen abhängig. Besonders die Eskalation im Nahen Osten belastete zuletzt die Risikobereitschaft der Anleger erheblich. Neue US-Luftschläge gegen den Iran sorgten gemeinsam mit überraschend starken Inflationsdaten aus den USA für eine erneute Verkaufswelle an den Kryptomärkten. Bitcoin fiel dabei zeitweise auf rund 72.500 Dollar und markierte damit den tiefsten Stand seit Mitte April. Zwar sorgten Berichte über einen möglichen 60-tägigen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran kurzfristig für Entspannung an den traditionellen Finanzmärkten und neue Rekordstände an den US-Aktienbörsen, Bitcoin konnte hiervon jedoch kaum profitieren. Dies deutet darauf hin, dass sich die Marktstruktur im Kryptosektor derzeit deutlich fragiler präsentiert als im klassischen Aktienmarkt.

Zusätzlichen Druck erzeugten die jüngsten Inflationsdaten aus den USA. Der PCE-Index, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank Fed, stieg zuletzt auf 3,8 Prozent im Jahresvergleich und lag damit weiterhin deutlich über dem offiziellen Inflationsziel von 2 Prozent. Die Märkte interpretierten die Daten als Signal dafür, dass die Inflation in den USA hartnäckiger bleibt als erhofft. Damit verschlechtern sich zugleich die Aussichten auf schnelle Zinssenkungen der Federal Reserve. Für Bitcoin ist dies besonders relevant, da die Kryptowährung historisch stark auf globale Liquiditätsbedingungen reagiert. Bleiben die Zinsen länger hoch oder verschärft sich die geldpolitische Straffung erneut, könnte dies die Nachfrage nach Risikoassets zusätzlich belasten.

Auch aus charttechnischer Sicht bleibt das Bild angespannt. Der Bereich knapp unterhalb von 75.000 Dollar fungiert aktuell als zentrale Unterstützungszone und entspricht zugleich den Jahrestiefs aus dem Frühjahr 2025. Mehrere Marktbeobachter sehen darin eine entscheidende Marke für die mittelfristige Trendstruktur. Ein nachhaltiger Bruch dieser Zone könnte eine Ausweitung der Korrektur in Richtung 60.000 bis 70.000 Dollar ermöglichen. Gleichzeitig argumentieren einige Analysten, dass selbst ein Rückgang bis etwa 70.800 Dollar noch mit einem technisch intakten übergeordneten Aufwärtstrend vereinbar wäre, solange sich dabei ein neues höheres Tief ausbildet. Belastend wirkt derzeit zudem der Bereich der 200-Tage-Linien, die erneut als signifikanter Widerstand auftreten und die Gefahr eines weiteren „Lower Highs“ innerhalb des bestehenden Abwärtstrends erhöhen.

Parallel dazu verschlechtert sich die …

Disclaimer* – siehe unten

*Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Sie ersetzen nicht die selbständige, sorgfältige Prüfung und eingehende Analyse des Investments (Due Diligence), sowohl in Bezug auf seine Chancen als auch auf seine Risiken und ihre persönliche Tragbarkeit. Die Informationen stellen ausdrücklich keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder anderen Anlageprodukten dar. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder. Weder der Autor noch decentralist.de haften für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die im Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels oder einem auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen getätigten Investment stehen.

Disclaimer auf Deutsch: Der Krypto-Sektor jenseits von Bitcoin ist ein verdammtes Casino. Einzelne Coins können zwar komplett durch die Decke gehen, das Risiko eines Totalverlustes ist jedoch auch an der Tagesordnung. Altcoins haben in den meisten Fällen nichts mit Investments zu tun, sondern sind viel mehr reine Spekulation. Wenn ihr am Casino-Tisch Platz nehmt, dann macht ihr das auf eigene Gefahr. Ich zeige hier, wie ich im Krypto-Sektor unterwegs bin und welche Strategien ich benutze, weil ich das Thema liebe und gerne darüber spreche. Ihr könnt mit den Informationen machen, was ihr wollt, ihr seid erwachsen – eine Empfehlung von meiner Seite ist es definitiv nicht. Ich empfehle gar nichts, jeder Mensch sollte eigene, auf ausführlicher Recherche, gesundem Menschenverstand und individueller Risikoabwägung basierende Entscheidungen darüber treffen, was man mit seinem eigenen Geld machen möchte.