Ethereum-Konkurrenten: Cardano im Kurzportrait

Ethereum ist eine Blockchain, auf der mittels intelligenter, selbst ausführender Verträge (sogenannter Smart Contracts) dezentrale Varianten von allen erdenklichen Plattformen, Angeboten und Dienstleistungen umgesetzt werden können, die wir heute im Internet kennen und nutzen. Anhand der Schlagworte „DeFi“, „NFTs“ und „Metaverse“ sieht man bereits, wo die Reise hingehen kann und dass das Ökosystem, welches auf Ethereum errichtet wird, weit über das Angebot von finanziellen Dienstleistungen hinausgehen kann. Ethereum ist jedoch weit davon entfernt perfekt zu sein, denn es gibt weiterhin Herausforderungen mit der Skalierbarkeit der Blockchain. In unserer Reihe zu den Ethereum-Konkurrenten schauen wir uns daher alternative Infrastrukturen zum Ethereum-Netzwerk an.

Cardano

Cardano ist einer der ältesten und bekanntesten Herausforderer von Ethereum und konnte in der Vergangenheit eine große Fanbasis um sich herum vereinen. Gegründet wurde das Projekt von Charles Hoskinson, einem Mitgründer und ehemaligen Entwickler von Ethereum. Cardano hat auf grundsätzlicher Ebene denselben Ansatz wie Ethereum, basiert jedoch auf einer anderen Programmiersprache. Cardano nutzt im Gegensatz zu Ethereums imperativer Programmiersprache, die nur klar definierte Befehle innerhalb ihrer Smart Contracts zulässt, eine funktionale Sprache, die eine weit größere Flexibilität ermöglicht. Zudem basiert Cardano auf einem anderen Konsens-Mechanismus als Ethereum, was eine weit bessere Skalierung möglich machen soll. Zudem zielt Cardano auf eine mögliche Interoperabilität mit anderen Projekten ab. Das heißt, dass es möglich sein soll, Daten zwischen verschiedenen Blockchains auszutauschen.

Unterschiede zu Ethereum

Ethereum hat sich in seinen ersten Lebensjahren auf den Proof of Work Mechanismus verlassen, was anfangs gut funktioniert hat und der Blockchain zu dem Erfolg verholfen hat, den sie heute vorweisen kann. Mittlerweile stößt das System jedoch an seine Grenzen und leidet unter enormen Transaktionskosten, welche eine effiziente Nutzung der Blockchain mit kleinen Beträgen kaum noch möglich machen. Daher hat das Ethereum-Netzwerk und die dahinter stehende Community bereits die Wende eingeleitet und will die Blockchain in einem langwierigen, mehrstufigen Prozess auf den Proof of Stake Mechanismus umstellen, um das Skalierungsproblem in den Griff zu bekommen.

Cardano wurde von Anfang an mit einem anderen Konsens-Mechanismus entworfen. Das Cardano-eigene „Ouroboros consensus Protocol“ ist der erste Proof of Stake Mechanismus, der als sicher gilt und ermöglicht somit eine effizientere Datenverarbeitung auf der Blockchain. Auch die funktionale Programmiersprache „Haskell“ gibt Cardano potenziell größere Flexibilität bei der Gestaltung von Smart Contracts und könnte in Zukunft eine attraktivere Umgebung für Programmierer und Entwickler von DeFi-Anwendungen anbieten.

Zudem ist Cardano auf einem dualen Layer-Design aufgebaut, das heißt, dass grundlegende System-Abwicklungen und Transaktionen oder Smart Contract Abwicklungen getrennt erfolgen. Ethereum agiert derzeit noch auf einem einzigen Layer, auf dem Berechnungen, Smart Contracts und Token-Transfers gleichzeitig stattfinden. Auch das ermöglicht eine potenziell effizientere Nutzung des Cardano-Netzwerks.

Cardanos Token – ADA

Cardano hat, ähnlich wie Ethereum, einen eigenen Token, der gewisse Funktionen innerhalb des Netzwerks erfüllt. Er dient einerseits zur Wertübertragung, und kann als eine Art Währung fungieren, das ist jedoch nicht sein eigentlicher Zweck. Der Token ist zudem für das Staking notwendig, also für die Teilnahme am PoS-Mechanismus, der die Blockchain weiterschreibt und Transaktionen validiert. Desweiteren hat er eine Governance-Funktion, die den Haltern Mitspracherecht bei der Weiterentwicklung des Netzwerks ermöglicht.

Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Sie ersetzen nicht die selbständige, sorgfältige Prüfung und eingehende Analyse des Investments (Due Diligence), sowohl in Bezug auf seine Chancen als auch auf seine Risiken und ihre persönliche Tragbarkeit. Die Informationen stellen ausdrücklich keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder anderen Anlageprodukten dar. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder. Weder der Autor noch decentralist.de haften für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die im Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels oder einem auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen getätigten Investment stehen.

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