Bitcoin Basics: Der DXY als wichtiger Indikator für den Bitcoin-Preis

In meinem Artikel dazu, ob Bitcoin als Inflationsschutz versagt hat oder nicht, habe ich bereits über die enge Korrelation von Bitcoin mit der Geldmenge M2 gesprochen und wie Bitcoin direkt auf die Geldmengenausweitung bzw. auf den durch eine restriktive Geldpolitik bedingten Rückgang der Geldmenge reagiert.

Den Artikel findet ihr hier: Hat Bitcoin als Inflationsschutz versagt?

Ein weiterer wichtiger Indikator, der Aufschluss über die Kursrichtung von Bitcoin geben kann, ist der US-Dollar-Currency-Index (DXY). Dieser Index symbolisiert das Verhältnis zwischen dem US-Dollar und den Währungen sechs großer Industrieländer, die ein enges Handelsverhältnis mit den USA haben. Der DXY ist der geometrisch gewichtete Durchschnitt des Wertes des US-Dollars gegenüber dem Währungskorb aus Euro, japanischem Yen, britischem Pfund, kanadischem Dollar, schwedischer Krone und dem schweizer Franken.

Er wurde im Jahr 1973 mit einem Basiswert von 100 gestartet. Notiert er also über einem Wert von 100 ist er entsprechend gegenüber den Währungen aufgewertet und andersherum, sollte er unter 100 notieren. Derzeit notiert der Index auf einem Wert von 108 Punkten und ist damit gegenüber den Vergleichswährungen entsprechend aufgewertet.

Bitcoin zeigt eine deutlich inverse Korrelation mit dem DXY

Wenn man den DXY nun mit Bitcoin vergleicht, erkennt man eine deutlich inverse Korrelation. Das heißt, dass der Bitcoin-Preis in der Regel steigt, wenn der DXY fällt und andersherum.

Bitcoin ist nicht das einzige Asset, das diese Eigenschaft gegenüber dem DXY aufweist. Auch bei anderen Werten erkennt man eine inverse Korrelation, beispielsweise bei Gold oder in Teilen auch bei Aktienindizes wie hier beispielsweise am US-Technologieindex Nasdaq, dem europäischen Index Eurostoxx 50 und dem Dax zu sehen.

Allerdings ist die inverse Korrelation nirgendwo so eindeutig wie bei Bitcoin.

Woran liegt das?

Ein steigender oder fallender Dollar-Wert liegt letzten Endes auch an Angebot und Nachfrage. Wenn der Wert des DXY steigt, heißt das, dass viele Anleger in den Dollar strömen. Der Dollar ist die indirekte Weltleitwährung, da die Öl-Preise und viele andere Rohstoff-Preise weltweit größtenteils in Dollar gehandelt werden und die meisten globalen Schulden in Dollar denominiert sind.

Das gibt dem Dollar einen extremen Stellenwert und macht ihn gleichzeitig zu einem „sicheren Hafen“. Heißt, wenn die Zeiten rau werden, dann parken Marktteilnehmer ihr Kapital gerne in Dollar, da der Dollar sehr liquide und aufgrund seines Stellenwerts gleichzeitig recht wertstabil ist.

Auch die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve hat einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des DXY, da sie mit ihren Maßnahmen direkt Einfluss auf das Angebot des US-Dollars nimmt. In Zeiten der geldpolitischen Lockerung flutet die Notenbank die Märkte mit Geld, um gegen die negativen Effekte beispielsweise der Corona-Pandemie anzukämpfen.

Man sieht im Chart, dass der DXY nach März 2020, also nach dem Finanzmarkt-Crash und den danach in Kraft getretenen Notenbankmaßnahmen, fällt. Seit dem Jahreswechsel 2021/22 steigt der DXY jedoch wieder massiv, da die Federal Reserve zu diesem Zeitpunkt eine Kehrtwende in ihrer Geldpolitik angekündigt hat. Eine geldpolitische Straffung bedeutet im Endeffekt ein verringertes Dollar-Angebot, da die Zinsen steigen – die Dollar-Aufnahme wird teurer – und die Geldmenge verringert wird.

Da die Nachfrage nach dem US-Dollar aufgrund seiner Notwendigkeit als internationaler Währung und seines Status als sicherer Hafen in den weiterhin unsicheren Zeiten hochbleibt, wertet der Dollar deswegen stark auf.

Für Bitcoin und die meisten anderen Assets heißt das, dass Kapital aus ihnen abfließt und vor allem in den Dollar hineinfließt. Das erkennt man an der inversen Korrelation zwischen den beiden Kursentwicklungen.

Heißt also, wenn man Indizien für die zukünftige Preisentwicklung von Bitcoin sucht, sollte man immer auch ein Auge auf die Entwicklung des DXY haben.

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