Die Makroökonomin Lyn Alden erwartet, dass Bitcoin in den kommenden Jahren eine bessere Kursentwicklung zeigen könnte als Gold. In einem Interview erklärte sie, dass sie – wenn sie sich zwischen beiden Anlagen entscheiden müsste – für die nächsten zwei bis drei Jahre auf Bitcoin setzen würde.
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Mehr InformationenEuphorische Stimmung bei Gold, Skepsis bei Bitcoin
Alden zufolge hat Gold nach seinem jüngsten Kursanstieg ein „etwas euphorisches“ Marktumfeld erreicht. Das Edelmetall hatte Anfang des Jahres ein neues Allzeithoch von rund 5.608 Dollar erreicht. Entsprechend zeigt auch ein Sentimentindikator für den Goldmarkt eine optimistische Stimmung: Der Gold Fear & Greed Index liegt bei 72 von 100 Punkten und signalisiert damit „Gier“.
Im Kryptomarkt zeigt sich hingegen ein völlig anderes Bild. Der Crypto Fear & Greed Index steht derzeit bei nur 18 Punkten und signalisiert „extreme Angst“. Alden hält diese negative Stimmung gegenüber Bitcoin für teilweise ungerechtfertigt.
Aktuell notiert Bitcoin bei etwa 71.000 Dollar und liegt damit rund 44 Prozent unter seinem Allzeithoch von etwa 126.000 Dollar, das im Oktober erreicht wurde.
Beziehung zwischen Bitcoin und Gold nicht eindeutig
Bitcoin wird häufig als „digitales Gold“ bezeichnet und gilt für viele Investoren als Absicherung gegen Inflation oder wirtschaftliche Unsicherheit. Dennoch warnt Alden davor, die Beziehung zwischen beiden Assets zu stark zu vereinfachen.
Ihr zufolge gibt es Phasen, in denen Gold und Bitcoin gleichzeitig steigen oder fallen. In anderen Marktphasen entwickeln sich beide Anlagen jedoch unabhängig voneinander.
Ausblick
Aus Sicht von Alden könnten die aktuellen Stimmungsunterschiede zwischen den beiden Märkten entscheidend sein. Während Gold derzeit von starkem Optimismus profitiert, sieht sie bei Bitcoin eine übermäßig negative Wahrnehmung. Gerade diese Konstellation könnte ihrer Einschätzung nach dazu führen, dass Bitcoin in den kommenden Jahren eine stärkere Performance zeigt als Gold.





