Anthony Pompliano gehört zu den prominentesten Stimmen im Krypto-Sektor. In einer aktuellen Analyse vertritt er eine klare These:
Der nächste Bitcoin-Bullrun hat bereits begonnen – und das Zyklustief liegt hinter uns.
Doch wie belastbar sind seine Argumente? Und was steckt hinter seiner provokanten Aussage, Bitcoin sei ein „7/7-Asset“?
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Mehr InformationenPomplianos Kernthese: Der Markt hat gedreht
Pompliano argumentiert, dass Bitcoin den Boden bereits bei rund 60.000 Dollar gebildet hat. Entscheidend sei vor allem die Art der Erholung:
- Schnelle, aggressive Kursbewegung („violent move“).
- Historisch oft ein Signal für den Beginn neuer Aufwärtstrends.
Seine Interpretation:
Der Markt hat nicht nur technisch reagiert, sondern strukturell gedreht.
Institutionelle Adoption: Bitcoin im Mainstream angekommen
Ein zentrales Argument ist die zunehmende Integration von Bitcoin in die traditionelle Finanzwelt:
- Morgan Stanley: Erfolgreicher Start eines Bitcoin-ETFs.
- Charles Schwab: Einführung von direktem Bitcoin-Handel.
- MicroStrategy unter Führung von Michael Saylor: Milliardeninvestments in Bitcoin.
Implikation:
- Bitcoin ist in der Wall Street angekommen.
- Marktstruktur verändert sich.
- Drawdowns könnten flacher, Zyklen stabiler werden.
Attraktiveres Risiko-Rendite-Profil
Ein weiterer Punkt betrifft die langfristige Investmentqualität:
- Studien (z. B. von Bitwise) zeigen:
- <1 % Verlustwahrscheinlichkeit bei Haltedauer von ≥3 Jahren.
Für institutionelle Investoren ergibt sich daraus ein seltenes Profil:
- Asymmetrisches Upside-Potenzial.
- Gleichzeitig zunehmende Robustheit gegenüber Krisen.
Marktpsychologie: Schlechte Stimmung, steigende Kurse
Pompliano sieht ein klassisches Kontra-Signal:
- Aktienmärkte nahe Allzeithoch.
- Konsumentenstimmung schwach.
Das Resultat:
- Kapital sucht Alternativen.
- Bitcoin wird zunehmend als „Hoffnungsträger“ und Wertaufbewahrungsmittel wahrgenommen.
Politische Dimension: Liquidität als Treiber
Auch die Politik spielt laut Pompliano eine zentrale Rolle:
- Interesse der US-Regierung an stabilen bzw. steigenden Märkten.
- Besonders relevant im Vorfeld von Wahlen.
Die Konsequenz:
- Potenziell expansivere Geldpolitik.
- Mehr Liquidität – ein klassischer Treiber für Risikoassets wie Bitcoin.
Die „7/7“-These: Bitcoin als Krisengewinner
Das wohl spannendste Argument:
Pompliano bezeichnet Bitcoin als „7/7-Asset“.
Bedeutung:
- In den letzten sieben makroökonomischen Stressphasen seit 2020
- war Bitcoin jeweils innerhalb von 60 Tagen der beste Performer
Outperformance gegenüber:
- S&P 500
- Gold
- US-Dollar
- Staatsanleihen
Interpretation:
Bitcoin entwickelt sich zunehmend in Richtung eines Safe-Haven-Assets – ähnlich wie Gold, aber mit höherem Renditepotenzial.
Makro vs. Vierjahreszyklus: Zwei konkurrierende Narrative
Aktuell stehen sich zwei Lager gegenüber:
1. Die Zyklus-Theorie
Vertreten u. a. von:
- Benjamin Cowen
- Rekt Capital
These:
- Bitcoin folgt weiterhin dem klassischen Vierjahreszyklus.
- Tiefpunkt erst gegen Ende 2026 (Q4), etwa 900 Tage nach dem Halving.
2. Die Makro-These (Pompliano)
Fokus auf:
- Liquidität.
- Geldpolitik.
- institutionelle Nachfrage.
These:
- Struktureller Wandel hebt klassische Zyklusmuster auf.
- Bitcoin reagiert zunehmend wie ein Makro-Asset.
Ein entscheidender Chart: Bitcoin vs. Gold
Ein besonders relevanter Indikator ist die Bitcoin/Gold-Ratio:
- Zeigt die relative Bewertung von Bitcoin gegenüber Gold.
- Verknüpft mit dem US-Konjunkturindikator (ISM/PMI).
Beobachtung:
- Historisch fand Bitcoin etwa 14 Monate nach einem Peak seinen Boden.
- Im Einklang mit dem Konjunkturzyklus.
Aktuelle Interpretation:
- Gold hat bereits viel Krise eingepreist.
- Bitcoin könnte nun nachziehen.
- Signal für einen neuen Aufwärtstrend möglich.
Liquidität als Schlüsselvariable
Ein zentraler Makrofaktor bleibt die Geldpolitik:
- Beginn geldpolitischer Lockerung seit Ende letzten Jahres.
- Potenziell steigende Liquidität durch:
- Schuldenproblematik der USA.
- Politischen Druck auf die Notenbank.
Mehr Liquidität bedeutet historisch:
→ Rückenwind für Bitcoin.
Paradigmenwechsel seit 2023?
Seit der Bankenkrise im März 2023 lässt sich ein struktureller Wandel beobachten:
- Bitcoin entfernt sich vom reinen Spekulations-Asset.
- Entwickelt sich zunehmend zu digitalem Gold.
Dieser Prozess verläuft:
- Nicht abrupt.
- Sondern graduell über mehrere Zyklen.
Eigene Einordnung: Wer hat recht?
Aktuell spricht noch einiges für den klassischen Zyklus:
- Technische Indikatoren liefern keine klare Bullrun-Bestätigung.
Gleichzeitig:
- Die Makro-Argumente gewinnen zunehmend an Gewicht.
- Institutionelle Nachfrage verändert die Marktstruktur.
Fazit:
- Ein Szenario, in dem das Tief bereits hinter uns liegt, ist nicht unrealistisch.
- Das Narrativ könnte jederzeit kippen.
Langfristige Perspektive entscheidend
Unabhängig vom Timing bleibt die zentrale Frage:
Ist der langfristige Investmentcase für Bitcoin intakt?
Wenn die Antwort „Ja“ lautet, dann gilt:
- Bärenmärkte sind Opportunitätsphasen.
- Einstiegskurse aktuell historisch attraktiv.
Potenzielle Marktanteilsgewinne:
- Gegenüber Gold.
- Gegenüber Fiat-Währungen.
Fazit
Anthony Pompliano liefert eine stringente, makrobasierte Argumentation für einen bereits gestarteten Bullrun.
Auch wenn der klassische Vierjahreszyklus aktuell noch nicht vollständig invalidiert ist, deutet vieles auf einen strukturellen Wandel hin:
- Mehr institutionelle Nachfrage.
- Stärkerer Makroeinfluss.
- Zunehmende Rolle als Krisenasset.
Die entscheidende Entwicklung:
Bitcoin könnte sich endgültig von einem spekulativen Asset zu einem globalen Makro-Asset transformieren.





