Arthur Hayes: Das ist der Grund für den Bitcoin-Crash

a bitcoin is shown in front of a stock chart

Nach einer kurzen Erholungsphase ist Bitcoin zuletzt erneut unter Druck geraten und ist zeitweise unter die Marke von 82.000 Dollar gefallen. Marktbeobachter verweisen zunehmend auf makroökonomische Ursachen statt auf interne Schwächen des Kryptosektors. Im Fokus steht dabei eine spürbare Verknappung der US-Dollar-Liquidität, die aktuell auf viele Risikoanlagen durchschlägt.

Liquiditätsentzug als zentraler Belastungsfaktor

Der frühere BitMEX-Chef Arthur Hayes sieht die jüngste Kursschwäche von Bitcoin vor allem als Folge einer deutlichen Kontraktion der Dollar-Liquidität. Nach seinen Angaben sind in den vergangenen Wochen rund 300 Milliarden Dollar aus dem Finanzsystem abgezogen worden. Ein Großteil davon entfiel auf einen Anstieg der Guthaben im Konto des US-Finanzministeriums bei der Notenbank, dem sogenannten Treasury General Account.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Hintergrund könnte sein, dass die US-Regierung ihre Kassenreserven vorsorglich aufstockt, um sich auf mögliche Haushaltskonflikte oder einen erneuten Shutdown vorzubereiten. Diese Mittel fehlen in der Folge im privaten Finanzsektor und stehen weder für Investitionen noch für spekulative Engagements zur Verfügung. Für Märkte, die stark von Liquidität abhängen, wirkt dieser Prozess unmittelbar belastend.

Ein Indikator für diese Entwicklung ist der sogenannte USDLIQ-Index, der die allgemeine Dollar-Versorgung misst. In den vergangenen sechs Monaten ist dieser Index um fast sieben Prozent gefallen. Parallel dazu verlor auch Bitcoin an Dynamik. Aus Sicht von Hayes ist dieser Zusammenhang kein Zufall, sondern Ausdruck eines klassischen Liquiditätszyklus.

Geldpolitik und geopolitische Risiken verstärken den Druck

Neben dem Liquiditätsentzug durch die US-Regierung spielt auch die Haltung der US-Notenbank eine wichtige Rolle. Die Federal Reserve signalisiert weiterhin Zurückhaltung bei möglichen Zinssenkungen. Notenbankchef Jerome Powell betonte zuletzt, dass es keinen unmittelbaren Handlungsbedarf für eine Lockerung der Geldpolitik gebe. Damit bleiben die Finanzierungsbedingungen angespannt.

Zusätzlich belasten geopolitische Spannungen, insbesondere im Nahen Osten, die Risikobereitschaft vieler Investoren. In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit ziehen sich Marktteilnehmer häufig aus volatilen Anlageklassen zurück. Davon ist auch der Kryptomarkt betroffen.

Daten aus dem Derivatehandel unterstreichen diese Entwicklung. Das Open Interest bei Krypto-Futures ist laut Marktbeobachtern deutlich gegenüber den Höchstständen zurückgegangen. Gleichzeitig werden Aufwärtsbewegungen zunehmend schnell wieder abverkauft. Das deutet auf eine abnehmende Überzeugung unter aktiven Händlern hin.

Parallel dazu fließt Kapital verstärkt in klassische Absicherungsinstrumente wie Gold und Silber. Digitale Vermögenswerte haben es in diesem Umfeld schwer, neue Mittel anzuziehen, zumal die Volatilität hoch bleibt.

Disclaimer* – siehe unten

*Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Sie ersetzen nicht die selbständige, sorgfältige Prüfung und eingehende Analyse des Investments (Due Diligence), sowohl in Bezug auf seine Chancen als auch auf seine Risiken und ihre persönliche Tragbarkeit. Die Informationen stellen ausdrücklich keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder anderen Anlageprodukten dar. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder. Weder der Autor noch decentralist.de haften für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die im Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels oder einem auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen getätigten Investment stehen.

Disclaimer auf Deutsch: Der Krypto-Sektor jenseits von Bitcoin ist ein verdammtes Casino. Einzelne Coins können zwar komplett durch die Decke gehen, das Risiko eines Totalverlustes ist jedoch auch an der Tagesordnung. Altcoins haben in den meisten Fällen nichts mit Investments zu tun, sondern sind viel mehr reine Spekulation. Wenn ihr am Casino-Tisch Platz nehmt, dann macht ihr das auf eigene Gefahr. Ich zeige hier, wie ich im Krypto-Sektor unterwegs bin und welche Strategien ich benutze, weil ich das Thema liebe und gerne darüber spreche. Ihr könnt mit den Informationen machen, was ihr wollt, ihr seid erwachsen – eine Empfehlung von meiner Seite ist es definitiv nicht. Ich empfehle gar nichts, jeder Mensch sollte eigene, auf ausführlicher Recherche, gesundem Menschenverstand und individueller Risikoabwägung basierende Entscheidungen darüber treffen, was man mit seinem eigenen Geld machen möchte.