Anthony Scaramucci: Bitcoin-4-Jahreszyklus bleibt intakt

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Der Bitcoin-Kurs zeigt sich aktuell anfällig und notiert unter wichtigen Schwellen, während geopolitische Spannungen und schwache Aktienmärkte die Risikobereitschaft dämpfen. Parallel dazu rückt eine alte These wieder in den Fokus: der klassische Vierjahreszyklus von Bitcoin. Marktbeobachter sehen darin eine mögliche Erklärung für die jüngste Schwächephase.

Zyklus trifft auf neue Marktstruktur

Nach Einschätzung von SkyBridge-Chef Anthony Scaramucci ist der aktuelle Bärenmarkt weniger überraschend, als es auf den ersten Blick scheint. Vielmehr folge Bitcoin weiterhin seinem etablierten Vierjahresrhythmus, auch wenn sich die Marktstruktur in den vergangenen Jahren deutlich verändert hat. Insbesondere der Einstieg institutioneller Investoren und die zunehmende Bedeutung von Bitcoin-ETFs hätten die Volatilität gedämpft und extreme Ausschläge abgeschwächt.

Dennoch seien es gerade langjährige Marktteilnehmer – häufig als „Whales“ oder „OGs“ bezeichnet –, die durch ihr Verhalten klassische Zyklen verstärken. Verkäufe rund um psychologisch wichtige Kursmarken wie 100.000 Dollar hätten demnach eine Dynamik ausgelöst, die sich selbst verstärkt. Der Glaube an den Zyklus wirkt dabei als Katalysator für entsprechende Marktbewegungen.

Ernüchterung nach überzogenen Erwartungen

Noch vor wenigen Monaten dominierte ein deutlich optimistischeres Narrativ. Viele Investoren hatten für 2025 einen weiteren starken Anstieg erwartet, nicht zuletzt aufgrund einer krypto-freundlicheren politischen Rhetorik in den USA. Diese Erwartungen wurden jedoch durch einen abrupten Kursrückgang im Herbst konterkariert, als Bitcoin von seinem Hoch deutlich nachgab.

Für Scaramucci ist auch das kein ungewöhnliches Muster. Märkte tendieren dazu, sich entgegen dem vorherrschenden Konsens zu bewegen. Ähnliche Dynamiken waren bereits Anfang 2023 zu beobachten, als Bitcoin nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX in einer Phase allgemeiner Skepsis überraschend in einen neuen Aufwärtstrend überging.

Aktuell deutet vieles auf eine längere Phase unruhiger Seitwärtsbewegungen hin. Eine nachhaltige Trendwende sehen einige Marktbeobachter erst mit zeitlicher Verzögerung, sofern sich der historische Zyklus erneut bestätigt.

Makro- und geopolitische Faktoren gewinnen an Einfluss

Zusätzlich zur zyklischen Komponente rücken makroökonomische Einflüsse stärker in den Vordergrund. Die jüngsten Kursverluste bei Bitcoin fallen zusammen mit einer schwächeren Entwicklung am Aktienmarkt, insbesondere beim S&P 500. Die zunehmende Korrelation zwischen Kryptowährungen und traditionellen Märkten macht Bitcoin anfälliger für externe Schocks.

Geopolitische Spannungen – etwa im Nahen Osten – verstärken diesen Effekt. In einem Umfeld erhöhter Unsicherheit ziehen sich Investoren häufig aus risikobehafteten Anlagen zurück. Das trifft zunehmend auch den Kryptomarkt, der sich in den vergangenen Jahren stärker in das globale Finanzsystem integriert hat.

Redaktionelle Einordnung

Aus Sicht von Decentralist zeigt die aktuelle Entwicklung vor allem eines: Bitcoin bewegt sich zunehmend im Spannungsfeld zwischen traditioneller Marktlogik und eigener Zyklik. Während viele Marktteilnehmer weiterhin auf historische Muster setzen, gewinnen externe Faktoren wie Liquidität, Zinspolitik und geopolitische Risiken an Gewicht.

Unterschätzt wird dabei häufig, wie stark sich die Marktstruktur bereits verändert hat. Institutionelle Kapitalflüsse stabilisieren zwar kurzfristig, können aber gleichzeitig neue Abhängigkeiten schaffen – insbesondere von klassischen Risikoindikatoren wie Aktienindizes. Der Vierjahreszyklus könnte daher weniger als starres Modell funktionieren, sondern eher als grober Rahmen, der von externen Faktoren überlagert wird.

Ausblick

In den kommenden Monaten dürfte entscheidend sein, wie sich das Zusammenspiel aus makroökonomischen Entwicklungen, geopolitischen Risiken und Kapitalflüssen in ETFs weiterentwickelt. Marktteilnehmer werden insbesondere darauf achten, ob sich die Korrelation zu traditionellen Märkten verfestigt – und ob Bitcoin dennoch in der Lage ist, eigene Impulse zu setzen.

Disclaimer* – siehe unten

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