MicroStrategy, das Unternehmen mit dem größten Bitcoin-Bestand weltweit, steht zunehmend im Fokus von Analysten. Mit einer hoch verschuldeten, stark gehebelten Bitcoin-Strategie könnte MicroStrategy im Falle eines Kursrückgangs zur systemischen Bedrohung für den gesamten Kryptomarkt werden. Die Situation erinnert manche bereits an frühere Krypto-Zusammenbrüche.
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Mehr Informationen• Bitcoin-Bestand: MicroStrategy hält über 597.000 BTC – rund 3 % der gesamten Umlaufmenge – im Wert von über 71 Milliarden Dollar.
• Hebelrisiko: Der massive Bestand wurde über 7,2 Milliarden Dollar an wandelbaren Schulden finanziert. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei 70.982 Dollar je BTC.
• Liquidationsgefahr: Fällt der Bitcoin-Kurs unter den Einstandspreis, drohen reale Verluste, die zu Zwangsverkäufen führen könnten – anders als bei ETFs gibt es keine Absicherungen.
• Fragile Struktur: Die Aktie MSTR handelt teils mit über 100 % Aufschlag auf den inneren Wert. Dieses Modell ist in einem Abschwung extrem anfällig.
• Geschäftsmodell-Krise: Die Softwareumsätze des Unternehmens sind auf ein 15-Jahres-Tief gefallen, die Belegschaft wurde seit 2020 um über 20 % reduziert – MicroStrategy ist de facto ein reiner Bitcoin-Fonds.
• Zentralisierungsrisiko: Mit 3 % aller BTC stellt MicroStrategy einen zentralen Risikofaktor im eigentlich dezentral gedachten Bitcoin-Netzwerk dar.
• Relativierende Stimmen: Die Schulden laufen erst ab 2027 aus. Zudem könnte das Unternehmen im Notfall Aktien verwässern statt Bitcoin zu verkaufen – kurzfristige Liquidationen gelten daher als unwahrscheinlich.





