Michael Saylor und sein Unternehmen „Strategy“ stehen vor einem Vertrauensproblem. Der Kurssturz der Aktie, enttäuschende Finanzierungsrunden und gebrochene Zusagen lassen Zweifel am Geschäftsmodell wachsen, das bislang als Vorbild für zahlreiche Firmen mit Bitcoin-Beständen galt.
• Aktienkurs & Premium: Der Aktienkurs fiel im August um 15 %, wodurch der Bewertungsaufschlag gegenüber den Bitcoin-Beständen verschwand. Das untergräbt die bisherige Sonderstellung von Strategy.
• Finanzierung & Vertrauensbruch: Eine geplante Vorzugsaktien-Emission brachte nur 47 Mio. Dollar ein. Danach folgte die Ausgabe normaler Aktien – entgegen vorheriger Zusagen, keine Aktien unter einem bestimmten Bewertungsfaktor (mNAV) auszugeben. Anleger sehen dies als Bruch des Vertrauens.
• Risiko für das Modell: Strategy diente lange als Leitbild für die „Treasury-Bitcoin-Strategie“. Gerät das Unternehmen ins Wanken, könnte das gesamte Konzept an Glaubwürdigkeit verlieren.
• Konkurrenz durch ETFs: Spot-Bitcoin-ETFs gewinnen an Beliebtheit, da sie Anlegern Bitcoin-Exposure ohne Firmenrisiken wie Schulden oder Verwässerung bieten.
• Breitere Marktrisiken: Rund ein Drittel der börsennotierten Bitcoin-Firmen wird aktuell unter dem Wert ihrer Bestände gehandelt. Zudem haben viele kleinere Firmen Bitcoin zu über 100.000 Dollar gekauft und verfügen kaum über ein stabiles Kerngeschäft.




