Google warnt: Quantencomputer könnten Bitcoin-Verschlüsselung schneller brechen als gedacht

Eine neue Forschungsarbeit von Google zeigt: Der technologische Fortschritt bei Quantencomputern schreitet schneller voran als bisher angenommen. Besonders besorgniserregend für Bitcoin und andere digitale Systeme: Die zum Knacken der weitverbreiteten RSA-Verschlüsselung benötigte Rechenleistung ist deutlich geringer als frühere Schätzungen vermuten ließen. Auch wenn akute Gefahr noch nicht besteht, sollte die Kryptobranche spätestens jetzt aufhorchen.

Durchbruch: Google reduziert die geschätzte Qubit-Anforderung zum Knacken von 2048-Bit-RSA von 20 Millionen auf unter 1 Million – ein Faktor-20-Fortschritt.

Technologie: Fortschritte bei Algorithmen, Fehlerkorrektur und sogenannter „Magic State Cultivation“ ermöglichen schnellere und effizientere Quantenberechnungen.

Aktueller Stand: Selbst die leistungsfähigsten heutigen Quantencomputer (z. B. IBM Condor mit 1.121 Qubits) sind noch weit entfernt von der notwendigen Rechenleistung – noch besteht keine unmittelbare Gefahr.

Krypto-Relevanz: Bitcoin verwendet elliptische Kurven-Kryptografie (ECC), die prinzipiell auch von Quantencomputern geknackt werden kann – wenn auch später als RSA.

Experiment: Das Forschungsprojekt „Project 11“ lobte 1 Bitcoin (~85.000 Dollar) als Belohnung für das Knacken einer vereinfachten Bitcoin-Verschlüsselung per Quantencomputer aus.

Langfristige Risiken: Auch Banken, digitale Signaturen und verschlüsselte Kommunikation basieren auf RSA – Angreifer könnten heute Daten abfangen und später entschlüsseln.

Reaktion: Google nutzt bereits quantensichere Verschlüsselung (ML-KEM) und empfiehlt einen schnelleren Umstieg. Die NIST-Empfehlung für 2030 könnte zu spät sein.

Zukunftsausblick: IBM plant 100.000-Qubit-Rechner bis 2033, Quantinuum strebt voll funktionsfähige Quantencomputer bis 2029 an. Ethereum- und Solana-Entwickler bereiten bereits Gegenmaßnahmen wie quantensichere Signaturen oder Hard Forks vor.

Disclaimer* – siehe unten

*Disclaimer: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der Information und stellen weder eine Anlageberatung oder sonstige Empfehlung dar noch sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Sie ersetzen nicht die selbständige, sorgfältige Prüfung und eingehende Analyse des Investments (Due Diligence), sowohl in Bezug auf seine Chancen als auch auf seine Risiken und ihre persönliche Tragbarkeit. Die Informationen stellen ausdrücklich keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder anderen Anlageprodukten dar. Die geäußerten Ansichten geben allein die Meinung des Autors wieder. Weder der Autor noch decentralist.de haften für Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die im Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels oder einem auf der Grundlage der darin enthaltenen Informationen getätigten Investment stehen.

Disclaimer auf Deutsch: Der Krypto-Sektor jenseits von Bitcoin ist ein verdammtes Casino. Einzelne Coins können zwar komplett durch die Decke gehen, das Risiko eines Totalverlustes ist jedoch auch an der Tagesordnung. Altcoins haben in den meisten Fällen nichts mit Investments zu tun, sondern sind viel mehr reine Spekulation. Wenn ihr am Casino-Tisch Platz nehmt, dann macht ihr das auf eigene Gefahr. Ich zeige hier, wie ich im Krypto-Sektor unterwegs bin und welche Strategien ich benutze, weil ich das Thema liebe und gerne darüber spreche. Ihr könnt mit den Informationen machen, was ihr wollt, ihr seid erwachsen – eine Empfehlung von meiner Seite ist es definitiv nicht. Ich empfehle gar nichts, jeder Mensch sollte eigene, auf ausführlicher Recherche, gesundem Menschenverstand und individueller Risikoabwägung basierende Entscheidungen darüber treffen, was man mit seinem eigenen Geld machen möchte.