Der jüngste Kursrückgang bei Bitcoin hat das Bitcoin-Treasury-Modell von Strategy stark unter Druck gesetzt. Die Aktie des Unternehmens reagiert überproportional, Analysten warnen vor neuen Risiken, während Firmengründer Michael Saylor weiterhin konsequent an seiner langfristigen Bitcoin-Strategie festhält.
Marktbelastung: Bitcoin ist seit dem Allzeithoch um mehr als 36 Prozent gefallen, während die Strategy-Aktie rund 67 Prozent unter ihrem Jahreshöchststand liegt und damit als gehebelter Bitcoin-Proxy besonders stark leidet.
Kaufpause: Strategy hat erstmals seit Monaten keine neuen Bitcoin-Käufe gemeldet und auch keine neuen Aktien ausgegeben – ein Bruch mit der bisherigen aggressiven Akkumulationsstrategie.
Bilanzrisiko: Mit knapp 650.000 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von rund 74.400 Dollar schrumpft der Abstand zur Gewinnschwelle deutlich; bei einem weiteren stärkeren Kursrückgang drohen nicht realisierte Verluste.
Indexgefahr: Die hohe Volatilität und der Kursverfall erhöhen das Risiko eines Ausschlusses aus wichtigen Aktienindizes, was automatisierte Verkäufe durch passive Fonds nach sich ziehen könnte.
Bewertung: Der Bewertungsaufschlag der Aktie gegenüber dem Bitcoin-Vermögen (mNAV) ist stark gesunken, Short-Seller erwarten langfristig eine Bewertung nahe dem reinen Bitcoin-Wert.
Kritik: Ökonomen und Marktbeobachter warnen vor der hohen Verschuldung und vor Bitcoin-Käufen zu ungünstigen Preisen in der jüngsten Marktphase.
Saylor-These: Michael Saylor bleibt extrem bullish, hält selbst einen massiven Bitcoin-Einbruch für verkraftbar und betont, dass bereits ein geringes jährliches Wachstum ausreiche, um die laufenden Kosten zu decken.





