Bitwise-CIO: Es wir keine klassischen Altcoin-Seasons mehr geben

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Die nächste Altcoin-Season könnte sich deutlich von den starken Marktphasen früherer Jahre unterscheiden. Statt einer breiten Rallye über den gesamten Markt hinweg dürften künftig vor allem Kryptowährungen mit realen Anwendungsfällen profitieren. Diese Einschätzung äußerte Matt Hougan, Chief Investment Officer beim Vermögensverwalter Bitwise Asset Management, in einem Interview.

Realwirtschaftliche Nutzung im Fokus

Nach Ansicht von Hougan sind die Zeiten vorbei, in denen nahezu alle Altcoins gleichzeitig stark steigen. In früheren Marktzyklen sei häufig zu beobachten gewesen, dass Kapital zunächst in Bitcoin floss, anschließend in Ethereum rotierte und schließlich den gesamten Altcoin-Markt erfasste. In solchen Phasen hätten selbst Projekte ohne klaren Nutzen massive Kursanstiege erlebt.

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Dieses Muster könnte sich laut Hougan künftig ändern. Stattdessen erwartet er eine „nicht-traditionelle Altcoin-Season“, in der der Markt deutlich stärker zwischen einzelnen Projekten unterscheidet. Besonders profitieren könnten dabei Kryptowährungen, die mit großen Geschäftsmodellen oder realen Anwendungen verbunden sind.

Der Markt könnte solche Token seiner Ansicht nach künftig neu bewerten, da sie reale wirtschaftliche Aktivitäten abbilden oder wichtige Infrastruktur innerhalb der Kryptoökonomie bereitstellen.

Bitcoin könnte Boden gefunden haben

Mit Blick auf den Gesamtmarkt sieht Hougan derzeit Anzeichen für eine Stabilisierung bei Bitcoin. Nachdem die Kryptowährung im Februar zeitweise auf rund 60.000 Dollar gefallen war, könnte sich laut Hougan nun eine Bodenbildung abzeichnen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Interviews notierte Bitcoin wieder bei rund 70.000 Dollar.

Viele Marktteilnehmer erwarten weiterhin den klassischen Zyklus, in dem Bitcoin zunächst neue Höchststände erreicht und anschließend Kapital in kleinere Kryptowährungen fließt.

Uneinigkeit über Altcoin-Season

Innerhalb der Branche gehen die Einschätzungen zur nächsten Altcoin-Season jedoch auseinander. Der Kryptoanalyst Matthew Hyland sieht Hinweise darauf, dass eine solche Phase bevorstehen könnte. Er verweist unter anderem auf Entwicklungen bei der Bitcoin-Dominanz.

Der Mitgründer der Handelsplattform BitMEX, Arthur Hayes, vertritt sogar die Ansicht, dass es im Kryptomarkt „immer irgendwo eine Altcoin-Season“ gebe. Wer sie nicht sehe, halte schlicht die falschen Tokens.

Anleger fokussieren sich derzeit auf Bitcoin

Aktuelle Daten deuten allerdings darauf hin, dass sich viele Investoren momentan stärker auf Bitcoin konzentrieren. Laut der Analyseplattform Santiment sind Erwähnungen von Altcoins in sozialen Medien zuletzt auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gefallen.

Ob die nächste Altcoin-Season tatsächlich selektiver ausfällt, dürfte sich daher erst im weiteren Verlauf des Marktzyklus zeigen. Klar ist jedoch bereits jetzt: Projekte mit realer Nutzung und tragfähigen Geschäftsmodellen könnten künftig deutlich stärker im Fokus stehen als reine Spekulationstoken.

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Disclaimer auf Deutsch: Der Krypto-Sektor jenseits von Bitcoin ist ein verdammtes Casino. Einzelne Coins können zwar komplett durch die Decke gehen, das Risiko eines Totalverlustes ist jedoch auch an der Tagesordnung. Altcoins haben in den meisten Fällen nichts mit Investments zu tun, sondern sind viel mehr reine Spekulation. Wenn ihr am Casino-Tisch Platz nehmt, dann macht ihr das auf eigene Gefahr. Ich zeige hier, wie ich im Krypto-Sektor unterwegs bin und welche Strategien ich benutze, weil ich das Thema liebe und gerne darüber spreche. Ihr könnt mit den Informationen machen, was ihr wollt, ihr seid erwachsen – eine Empfehlung von meiner Seite ist es definitiv nicht. Ich empfehle gar nichts, jeder Mensch sollte eigene, auf ausführlicher Recherche, gesundem Menschenverstand und individueller Risikoabwägung basierende Entscheidungen darüber treffen, was man mit seinem eigenen Geld machen möchte.